Wie immer…

Wie immer…

Früh am Morgen verlasse ich das Haus, ungewöhnlich aber wahr. Es ist dunkel und doch sehr hell. Denn alles ist weiß! Es muss die Nacht lang durchgeschneit haben so wie es aussieht. Es ist viel zu früh, als dass jemand gekehrt hätte (sogar im Ländle!). Ich rutsche Richtung Garage. Gleite ins Auto. Rutsche Richtung Bahnhof. Steige wieder aus in die Eiseskälte, wohlwissend das ich kratzen muss, wenn ich heute Abend wieder zum Auto finde. Ich Rutsche weiter Richtung Bahnhof. Die Züge fallen natürlich ausnahmslos alle aus #damkemeggli. Ich lecke an einer Laterne und friere mit der Zunge fest. Das mache ich immer, wenn ich Zeit totschlagen will. Nach einer Viertel Stunde ziehen mich Passanten von der Stange weg. Ein Stück Zunge reißt ab und bleibt kleben – wie immer. Aber Die Zeit ging ebenfalls gut rum – wie immer. Die Bahn fährt nicht los – wie immer. Irgendwann komme ich jedoch bei der Arbeit an und wundere mich, dass alle Mitarbeiter da sind. Alle?! Selbst die notorischen Zuspätkommer! Auf dem Whiteboard lese ich „Intervention“. Oje… was habe ich diesen Monat wieder angestellt?? Und so beginnt es erneut. Kollegen, Freunde und Familie lesen mir weinend ihre Zettel vor während ich mich frage, wie viel Bitcoins unser Land noch wert ist. Mit Sicherheit ist Deutschlands Bitcoin-Wert in der Ära Meggli drastisch gesunken, keine Frage! Wie kann ich das wohl ändern? Ich entschließe mich dazu heute Mittag beim Burreatos essen zu gehen. Das ist immer eine gute Idee! Plötzlich – Gruppenumarmung. Scheinbar ist die Intervention zu Ende. Ich gelobe Besserung und alle machen sich mit einem guten Gewissen an die Arbeit. Leere Versprechungen sind Opium fürs Volk. Das habe ich vong Frülein Meggli her gelernt! Auf dem Weg zu meinem Arbeitsplatz stolpere ich und falle, immer tiefer und es scheint nicht aufzuhören – wie immer!

Posted on: 30. November 2017gigu

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