Frieden ist teuer

Frieden ist teuer

Der Wind weht mir kalt durch die Öffnung meines umgedrehten Snapbacks auf die rasierte Glatze. Fröstelnd schaue ich mich um. Ich stehe inmitten eines verschneiten Schlachtfelds. Der Schnee glitzert rot in der Sonne. Blutgetränkte Totenstille. Langsam blicke ich hinab auf meine Hand. Vor Schreck lasse ich das Messer aus meiner Hand gleiten. Es flatscht mit einem ekligen Schmatzen auf die Blutlache unter mir, gefolgt von nicht enden wollenden Tropfen. Was hier passiert ist weiß ich nicht. Meine Erinnerung scheint ausgelöscht zu sein. Ich versuche mich zu erinnern, doch ich Blicke in ein schwarzes Nichts wenn ich die Augen schließe. Langsam wate ich durch den Schnee in Richtung Bank und setze mich. Ich blicke in leere Augen. Öffne den Mund um etwaszu sagen, doch erstumme als ich merke, dass mich keine Antwort erwartet. Auf eine seltsame Art und Weise fühlt sich der Moment dennoch gut an. Stille. Ich sitze noch eine Weile dort in der Kälte und schlafe friedlich ein…. endlich… Frieden.

Posted on: 13. Dezember 2017gigu

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